Shell: Pkw-Szenarien bis 2040

Mit seinen „Pkw-Szenarien“ gibt Shell nun zum bereits 26. Mal einen Ausblick auf die Zukunft der Auto-Mobilität in Deutschland. Erstmals reicht die überblickte Periode, die sich die Forschergruppe von Shell und Prognos AG, Basel, genauer angesehen hat, bis ins Jahr 2040. Die globale Automobilisierung wird sich nach Ansicht des Teams in den nächsten 25 Jahren beschleunigen – von einem derzeitigen weltweiten Motorisierungsgrad von 123 Pkw pro 1.000 Einwohner auf über 200. In Deutschland zeichnet sich dagegen für das nächste Jahrzehnt ein Maximum der Auto-Mobilität, auch Peak Car genannt, ab.

Einer stärkeren Motorisierung von Frauen und älteren Menschen steht – neben einem Bevölkerungsrückgang – eine geringere Bedeutung des Pkw für Jüngere gegenüber. Die Forscher werfen auch einen detaillierten Blick auf die Zusammenhänge zwischen Auto-Mobilität und Energiewende. Dabei wird zwischen einem „Trendszenario“, das die aktuellen Entwicklungen fortschreibt, und einem im Hinblick auf Energiepolitik und Klimaschutz wesentlich ambitionierteren „Alternativszenario“ unterschieden.

Die von der Bundesregierung gesteckten Energie-Ziele für den Verkehrssektor würden demnach in beiden Szenarien erreicht: Gefordert ist eine Absenkung des Endenergieverbrauchs um 40 Prozent bis zum Jahr 2050, prognostiziert wird aber schon für 2040 eine Reduktion um etwa 50 Prozent. Schlechter sieht es bei den Klimazielen aus: In beiden Szenarien wird das nationale Einsparziel für Treibhausgase, trotz hoher CO2-Reduktionen von bis zu zwei Dritteln nicht erreicht.

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Bildnachweis: Shell Deutschland Oil GmbH

Detaillierte Informationen auch zu den von Shell und Prognos vorgeschlagenen politischen Maßnahmen finden Sie auf dieser Seite.