UBA-Studie zum Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050

Eine sektorübergreifende Dekarbonisierung ist in Deutschland nur möglich, wenn der Verkehr praktisch treibhausgasneutral wird. Auf Grundlage dieser Prämisse haben die Autoren einer neuen Studie im Auftrag des Umweltbundesamts ein Klimaschutzszenario entwickelt. Ein Schwerpunkt war dabei die Analyse des Güterverkehrs – im Lichte einer Verkehrs- und Energiewende, die den Einsatz von aus erneuerbarem Strom hergestellten Kraftstoffen mit einbezieht. Die beiden Technikoptionen „Power-to-Liquid“ und „Oberleitungshybrid-Lkw“ wurden vertieft betrachtet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass durch ambitionierte Maßnahmen einer Vermeidung, Verminderung und Verbesserung des Verkehrs, die den konsequenten Einsatz von Elektromobilität einschließt, eine Minderung des Endenergieverbrauchs zwischen 50 und 60 Prozent möglich ist (ohne Betrachtung internationaler Verkehre). Im Straßengüterverkehr kann eine Reduktion von 25 Prozent erzielt werden. Diese Verkehrswende muss, so die Autoren, mit einer ambitionierten Energiewende kombiniert werden, um die sektorübergreifenden Klimaschutzziele effizient zu erreichen.

Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050
Autoren: Fabian Bergk, Kirsten Biemann, Christoph Heidt, Wolfram Knörr, Udo
Lambrecht, Tobias Schmidt – ifeu – Institut für Energie- und Umweltschutzforschung Heidelberg GmbH, Heidelberg
Lutz Ickert, Martin Schmied – INFRAS AG, Bonn
Patrick Schmidt, Werner Weindorf – LBST-Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, München
Link: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaschutzbeitrag-des-verkehrs-bis-2050

RENEWBILITY - UBA Klimabeitrag Cover

Quelle: UBA