UBA-Studie zur Finanzierung einer nachhaltigen Güterverkehrsinfrastruktur

Der Güterverkehr ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Erreichung der Umweltziele der Bundesregierung geht. Zwei zentrale Herausforderungen gilt es hier zu bewältigen: das anhaltende Wachstum des Sektors und den steigenden Investitionsbedarf der Infrastruktur. Eine neue vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Studie hat anhand zweier Szenarien ein umweltorientiertes Finanzierungsmodell entworfen. Die Kernfrage lautete dabei: Wie können wir mit entsprechendem Mitteleinsatz durch Erhöhung der Maut- bzw. Trassenpreise Gütertransporte auf die Schiene verlagern, ohne dabei einen volkswirtschaftlichen Schaden  zu verursachen?

In dem sogenannten Zielszenario wurde ein Anstieg des Anteils des Schienengüterverkehrs bis 2030 auf gut 23 Prozent angenommen – im gegenübergestellten Referenzszenario nur auf 18 Prozent. Auch die Transportleistung der Schiene wurde im Zielszenario ehrgeiziger bemessen. Mit positiven Auswirkungen auf die Umwelt – das Zielszenario schnitt bei den Treibhausgasemissionen eindeutig besser ab, auch der Energieverbrauch verringerte sich. Das Fazit des Autorenteams: Aus ökologischer und volkswirtschaftlicher Sicht sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen in Richtung einer nachhaltigeren Güterverkehrsinfrastruktur rasch angegangen werden.

Finanzierung einer nachhaltigen Güterverkehrsinfrastruktur, Anforderungen und Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte Entwicklung des Güterverkehrs – eine systematische Analyse auf der Grundlage eines Ländervergleichs. Teilvorhaben ohne Luftverkehr

Autoren: Daniel Sutter, Markus Maibach, Damaris Bertschmann, Lutz Ickert, Martin Peter – INFRAS Forschung und Beratung AG, Zürich
Claus Doll, André Kühn – Fraunhofer ISI, Karlsruhe

Link: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/finanzierung-einer-nachhaltigen

RENEWBILITY - UBA Gueterverkehr Cover

Quelle: UBA