Übersicht
Hintergrund
Wie können wir in Deutschland in Zukunft Mobilität für alle gewährleisten und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen deutlich mindern?
Diese Frage wurde im Rahmen des Projektes Renewbility gestellt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert und Ende 2009 abgeschlossen wurde.
Das Projektteam, bestehend aus dem Öko-Institut e.V. und dem Institut für Verkehrsforschung/DLR, hat mit Renewbility einen Modellierungsansatz entwickelt, mit dem die Wirkung konkreter Instrumente und Maßnahmen quantifiziert werden kann. Im Rahmen dieses Projekts und mit Hilfe des daraus entwickelten Analyseinstruments wurden Potenziale und Hemmnisse für eine nachhaltige Mobilität untersucht und dabei die Wechselwirkungen mit der Förderung erneuerbarer Energien aufgezeigt. Mit dem im Rahmen des Projektes Renewbility entwickelten Modellverbund können vielfältigste Maßnahmen im Verkehrsbereich bezüglich der Treibhausgasminderungspotenziale in Szenarien analysiert werden. Das Modell wurde in enger Kooperation mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren diskutiert und ein Klimaschutzszenario für den Verkehrssektor abgeleitet. Die Maßnahmen reichen in diesem Szenario vom Ausbau des ÖPNV und der Elektromobilität, über eine Fortschreibung der CO2-Grenzwerte für Pkw auf 80 g/km im Jahr 2030 bis hin zu einer Erhöhung von Lkw-Maut und Kraftstoffpreisen. Bis 2030 könnten damit die CO2-Emissionen von 226 Millionen Tonnen auf 174 Millionen Tonnen gesenkt werden – trotz ähnlicher Verkehrsentwicklung wie im Basisszenario.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat sich entschlossen, gemeinsam mit dem Umweltbundesamt das Projekt Renewbility nun weiterzuführen (Renewbility II). Hierbei wird zunächst die Datenbasis aktualisiert und das Modell ASTRA des Fraunhofer ISI in den Modellverbund integriert, um zusätzlich ökonomische Effekte abbilden zu können. Auf Grundlage des aktualisierten und weiterentwickelten Modells werden dann Szenarien bis 2030 im Hinblick auf eine anspruchsvolle Minderung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor diskutiert und zusammengestellt. Hierfür ist ein zweistufiges Verfahren angedacht, das zum einen den aus dem Vorläufervorhaben bewährten Szenario-Prozess wieder aufgreift und zum anderen auf der fachpolitischen Ebene durch das UBA und das BMU entwickelt wird.
