Ifmo: „Die Zukunft der Mobilität“

„Wie könnte die Mobilität in Deutschland im Jahr 2035 aussehen?“ Bereits zum dritten Mal stellt das Münchner Institut für Mobilitätsforschung (ifmo) diese Frage – um gleich festzustellen, dass sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen lässt, wie sich die Menschen in 20 Jahren bewegen werden. Daher haben sich die Studienautorinnen Peter Phleps, Irene Feige und Kerstin Zapp dafür entschieden, zwei denkbare Szenarien herauszugreifen: Die Bundesrepublik als „Musterschüler“, das setzt eine innovationsfreudige und konkurrenzfähige Wirtschaft, höhere Infrastrukturinvestitionen sowie einen deutlich ökologischeren Lifestyle voraus. Das andere Modell nennt das Forscherteam „Mut zur Lücke“ – hier werden Maßnahmen für den Ausbau der Infrastruktur in schwach besiedelten Regionen deutlich reduziert, die Mobilitätswelt wird von Rationalisierung und Funktionalisierung geprägt. Neben dieser Differenzierung gibt die Studie auch möglichen unerwarteten Trendbrüchen Raum. Dazu zählen ein Konjunktureinbruch in China sowie überraschende Booms des autonomen Fahrens bzw. der E-Mobilität in Deutschland. Fest zu stehen scheint jedenfalls, dass wir  2035 deutlich flexibler, spontaner und situativer mobil sein werden.

Die Studie, die Ende März 2015 präsentiert wurde, steht hier zum Download zur Verfügung.

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Bildnachweis: Institut für Mobilitätsforschung (ifmo), München