Was ist Renewbility – Das Projekt als Q&A

Was bisher geschah:

Was will Renewbility?

Renewbility ist ein Forschungsprojekt, das die Entwicklung des Verkehrssektors bis zur Mitte des Jahrhunderts durch die Betrachtung von Szenarien darstellt. Dabei werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors zu senken.
Mit plausiblen, in sich konsistenten und vorstellbaren Szenarien werden die Potenziale konkreter Maßnahmen für einen sachgerechten Klimaschutz im Verkehr aufgezeigt – und  zwar sowohl bezüglich der Umwelt-, als auch der ökonomischen Wirkung.

Renewbility startete mit seiner ersten Phase bereits 2005. Zu deren Ende stand ein erstes integratives Analyseinstrument, das Wege für eine nachhaltige Verkehrspolitik aufzeigte. Aufgrund der Erfolge der ersten Jahre entschieden die Projektträger, die Modelle und die Szenarien weiter zu vertiefen. Renewbility III wird bis zum Jahr 2016 Szenarien erarbeiten, die dann erstmals auch bis zum Jahr 2050 reichen.


Das Neue an Renewbility III:

Wie sieht der neue Modellverbund aus?
Welche Parameter können damit abgebildet werden?

In der neuen Projektphase mit dem Titel „Elektromobilität als Baustein der Energiewende und des Klimaschutzes“ wird verstärkt auf das Thema „Strom im Verkehr“ und die Wechselwirkungen zwischen dem Verkehrssektor und dem Stromsektor eingegangen, neue Mobilitätsangebote wie z.B. Carsharing in den Szenarien berücksichtigt und erstmals wird auch der internationale Luft- und Seeverkehr einbezogen.
In Renewbility III sind aufgrund der zusätzlichen Themen  mehr Wissenschaftler/innen und mehr Stakeholder/innen als bisher vertreten.


Warum sind Stakeholder beteiligt?

Die frühzeitige Einbindung von Vertreter/innen aus allen verkehrsrelevanten Bereichen ermöglicht eine realitätsnahe Formulierung der Szenarien. Die Runde der Diskussionspartner/innen  sorgt auch für hohe Akzeptanz in der Fachwelt.


Wer ist die Zielgruppe von Renewbility III?

Die Szenarien sind insbesondere von Bedeutung für die politischen Entscheidungsträger/innen auf allen Ebenen und die Fachöffentlichkeit. Darüber hinaus sollen aber auch verstärkt interessierte Unternehmen und Fachmedien informiert werden.


Welche Themencluster werden im Modellverbund berücksichtigt?

Im Zentrum stehen mehrere Felder. Im Bereich „Verkehrsnachfrage“ geht es darum, wie viele Personen- und Tonnenkilometer zurückgelegt werden. Beim „Fahrzeugbestand“ wird untersucht, welche Fahrzeuge mit welchen Antriebstechnologien zum Einsatz kommen. Im Abschnitt „Energie- und Emissionsbilanz“ wird die Höhe des gesamten Energieverbrauchs und der Emissionen modelliert. Im Feld „Ökonomie“ geht es um die Wirkung, die all diese Faktoren beispielsweise auf das BIP und die Beschäftigung haben. Diese Cluster umfassen auch Teilbereiche wie die Modellierung von Neuzulassungen oder des Strommarkts.


Das soll Renewbility leisten:

In welchen Bereichen kann man durch Renewbility-Szenarien Erkenntnisse für politische Entscheidungen gewinnen?

Renewbility entwirft verschiedene Szenarien. So kann man besser einschätzen, mit welchen Maßnahmenbündeln bestimmte Wirkungen bezüglich Verkehrsnachfrage, Energiebedarf und Treibhausgasemissionen erreicht werden können. Das ermöglicht zum Beispiel Analysen, wie der Beitrag des Verkehrssektors zur Erreichung der Klimaschutzziele des Bundes aussehen könnte. Und es wird transparenter, welche Schritte notwendig sind, um die langfristigen Ziele zu erreichen und welche Pfade mit welchen wirtschaftlichen Effekten verbunden sind. Die Ergebnisse werden damit einen wesentlichen Input zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung leisten.


Basieren Renewbility-Szenarien vor allem auf technologischem Fortschritt und Wandel oder werden Lebensstile und Verhaltensweisen mit einbezogen?

Technologischer Fortschritt – wie Effizienzsteigerungen und Elektromobilität – werden in den Szenarien eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere in der Diskussion mit den Stakeholdern aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen werden verstärkt auch weichere Faktoren wie etwa die Motivation zur Nutzung multimodaler Angebote berücksichtigt.


Wer steckt hinter Renewbility?

Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert; die Komplexität und inhaltliche Breite des Projektes wird von Wissenschaftlern des Öko-Instituts (Projektleitung), dem Institut für Verkehrsforschung im DLR, von INFRAS und dem ifeu-Institut abgedeckt. Für die Kommunikation ist die Agentur tippingpoints zuständig.